Nastätten braucht Konzept zur Digitalisierung!

Veröffentlicht am 27.03.2019 in Aktuell

Smart City Nastätten

Staatssekretär Stich und Entwicklungsagentur RLP stellen Aktivitäten und Möglichkeiten vor

Unter dem Arbeitstitel "Smart City Nastätten" hat der SPD Ortsverein Nastätten unter der Moderation des Stadtbürgermeisterkandidaten Marco Ludwig am 26. März eine Veranstaltung im Bürgerhaus der Stadt für alle Interessierten durchgeführt. Als Redner waren Innenstaatssekretär Randolf Stich (SPD) und Rainer Zeimentz (Entwicklungsagentur RLP) angereist, um über die aktuellen Aktivitäten auf Landesebene sowie von Erfahrungen aus anderen Kommunen zu berichten. Die rund 35 Besucher sorgten für eine lebhafte Veranstaltung, in der viele Details besprochen, diskutiert und vermittelt wurden.

Stadtbürgermeisterkandidat Marco Ludwig begrüßte die Teilnehmer und zeigte auf, wo er Potenziale für Nastätten sieht, um in Sachen Digitalisierung eine Aufbruchsstimmung zu erzeugen. "Wir haben aus meiner Sicht großen Nachholbedarf im digitalen Angebot für unsere Bürgerinnen und Bürger", beginnt Ludwig seine Ausführungen. Er macht deutlich, dass "Digitalisierung" ein großes Feld mit komplexen Zusammenhängen ist, welches aber sukzessive angegangen werden müsse. Er stellt Ideen vor, wie Nachbarschaftshilfe, Newsletter der Stadt, Kommunikation und Teilhabe an den Rats- und Ausschussergebnissen für Bürgerinnen und Bürger möglich wären. "Es ist mir unbegreiflich, warum wir kein freies WLAN in Nastätten haben", kritisiert Ludwig. "Ein einfacher Baustein, der gefördert wird und mit rund 30 Euro pro Monat für den 'Stadtseckel' kein Problem darstellt", fährt Ludwig fort. Um die Digitalisierung zu gestalten, muss die Basis dafür gelegt werden. Dadurch, dass der Rhein-Lahn-Kreis noch unter Landrat Günter Kern als erster Landkreis den Breitbandausbau auf den Weg brachte, sind die benötigten Bandbreiten bereits vorhanden, um zukünftigen digitalen Projekten als Grundlage zu dienen.

"Wir sind bewusst zweitstufig vorgegangen", erläuterte Staatssekretär Stich zu Beginn seines Vortrags über die Aktivitäten des Landes beim Breitbandausbau. "Zunächst wurde sichergestellt, dass jeder Kreis mit NGA[1]-Bandbreiten ausgestattet wurde, wofür das Land 124 Mio. Euro zur Verfügung gestellt hat", so Stich weiter. Ab 2020 beginnt Stufe 2, nämlich der Ausbau des Glasfasernetzes "bis an die Haustür". Hierzu wurden die Kosten für Rheinland-Pfalz durch den TÜV-Rheinland ermittelt. Das Land stellt daraus resultierend deutlich über eine halbe Milliarde Euro für die zweite Stufe als Fördergelder bereit. Die Thematik stieß auf großes Interesse und so kam es zu einer detailreichen Diskussion über die Fördermöglichkeiten und den Umgang mit vorhandenen Leitungen. "Was passiert mit den Kupferkabeln" oder "Wie kommt man an die Fördergelder" und "Welche Pflichten bestehen seitens der Anbieter" waren die facettenreichen Fragen der anwesenden Bürgerinnen und Bürger.

Ebenso interessiert verfolgten die Teilnehmer die Ausführungen zu den Aktivitäten zum Online-Zugangsgesetz. "Man kann es sich am besten so vorstellen, dass wir im Grunde ein Amazon für die Verwaltung konzipieren und der Bürger nur einen Zugang zu den Angeboten hat, egal ob es die Landes-, Kreis- oder Verbandsgemeindeebene betrifft", erläutert Stich anschaulich.

Rainer Zeimentz von der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz zeigte auf, dass die größte Herausforderung für Kommunen ist, ein Konzept zu erarbeiten. "Machen Sie mehrere Sitzungen, bilden Sie einen Digitalisierungsausschuss und streichen Sie am Ende alles erstmal weg, was schwierig ist", empfahl Zeimentz. Um den Fortgang und die kleinen Erfolge zu erreichen, sollte man zielgerichtet vorgehen und die notwendigen Bausteine an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger ausrichten.

"Wir konnten uns vor 90 Jahren nicht vorstellen, was heute möglich ist und wir konnten uns vor 10 - 15 Jahren nicht wirklich vorstellen, was heute bereits Usus ist", veranschaulicht Zeimentz die Herausforderung an das Konzept. "Aber man muss anfangen, neu zu denken, fortschrittlich zu denken und Ideen zu entwickeln, was ich denn als Kommune benötige".

Um den Kommunen Hilfestellung zu leisten, bietet die Entwicklungsagentur einen Beratungstag an. "Den sollten wir unbedingt nutzen und uns auch an funktionierenden Beispielen wie Betzdorf orientieren", schlägt Ludwig den Anwesenden vor, die zustimmend die Notwendigkeit und Möglichkeit der Digitalisierung für ausgesprochen wichtig hielten. Der Stadtbürgermeisterkandidat war sich sicher, dass man den Anschluss nicht verlieren dürfe und die Einkaufsstadt Nastätten im Segment "digitale Präsenz und Information" nicht den Anschluss verlieren dürfe. Ziel sei es, sich nach der Wahl intensiv mit dem Thema weiter auseinander zu setzen und die nächsten Schritte zu diskutieren. "Vielleicht muss man das Thema auch derart Professionalisieren, dass man auf Stadt- oder Verbandsgemeindeebene einen Digitalbeauftragten installiert, der sich um das Thema kümmert", meinte Ludwig abschließend und erhielt dabei große Zustimmung aus dem Zuhörerkreis. Hier sollten die Förder- und Umsetzungsmöglichkeiten gebündelt und der Fortschritt bei der Umsetzung forciert werden.

Informationen zum Thema gibt es auch unter www.digitale-doerfer.de.

 

[1] Next Generation Access

 

Homepage SPD OV-Nastätten

Herzlich Willkommen!

Liebe Bürgerinnen und Bürger,            

wir freuen uns, dass Sie auch im Internet den Weg zu uns gefunden haben und sich Zeit nehmen, sich über unsere erfolgreiche Arbeit zu informieren.

Aus erster Hand erhalten Sie einen Einblick in aktuelle kommunale Themen der Kreispolitik sowie unsere Ideen zur erfolgreichen Weiterentwicklung unserer schönen Heimat mit den beiden UNESCO-Welterben "Limes" und "Oberes Mittelrheintal".

Über unser Informationsangebot hier im Internet hinaus finden Sie mit unserer Pressearbeit sowie im Sozialen Netzwerk Facebook unter "SPD Rhein-Lahn" weitere Möglichkeiten, sich einen Überblick über unsere Arbeit zu verschaffen.

Selbstverständlich können Sie auch jederzeit mit uns in den persönlichen Dialog treten. Schreiben Sie uns eine Mail, sprechen Sie uns an - machen Sie einfach bei uns mit!

SPD Rhein-Lahn - das steht für zukunftsorientierte und innovative Kommunalpolitik zum Wohle und gemeinsam mit den Menschen in unserem Kreis. Wir möchten mit Ihnen Politik gestalten und mit Ihren guten Ideen Neues anstoßen. Wir freuen uns über Ihre Anregungen!

Seien auch Sie dabei, lassen Sie uns die Zukunft gemeinsam gestalten! Und nun viel Vergnügen beim Blättern in unseren Seiten.

Ihr

Mike Weiland

Vorsitzender der SPD Rhein-Lahn

Nachrichten

21.06.2019 08:06 Bessere Löhne in der Pflege
Pflegekräfte verdienen Anerkennung und eine gute Bezahlung. Doch bislang wurden sie nur sehr gering – und sehr unterschiedlich – entlohnt. Das ändern wir jetzt. Mit dem „Gesetz für bessere Löhne in der Pflege“ sorgen wir dafür, dass Pflegerinnen und Pfleger endlich anständig bezahlt werden. Um einheitliche und bessere Löhne zu erreichen, hat das Bundeskabinett das

21.06.2019 08:04 Westphal/Poschmann zu Jahresbericht Bundesregierung zu Bürokratieabbau
Der Nationale Normenkontrollrat (NKR) kritisiert zu Recht die lückenhafte Anwendung der One-In-One-Out-Regel durch die Bundesregierung beim Bürokratieabbau. Der heute veröffentlichte Jahresbericht der Bundesregierung zu besserer Rechtsetzung und Bürokratieabbau 2018 zeigt: Wir brauchen bessere Ergebnisse beim Bürokratieabbau und E-Government in Deutschland und Europa. Die Absicht der Bundesregierung, stärker auf Praxistauglichkeit, Verständlichkeit und Wirksamkeit ihrer Vorschläge an

20.06.2019 13:06 Rolf Mützenich im Gespräch mit dem vorwärts
Der kommissarische SPD-Fraktionsvorsitzende Rolf Mützenich nimmt Stellung zur künftigen Arbeit der Fraktion, den wichtigsten Themen, die jetzt auf der Agenda stehen und wie er seine Rolle sieht. Das ganze Interview auf spdfraktion.de

12.06.2019 08:12 Högl/Heidenblut zu Betreuervergütung
Bundesrat macht den Weg frei: mehr Geld für gesetzliche Betreuer Am 07. Juni 2019 hat der Bundesrat das Gesetz zur Anpassung der Betreuer- und Vormündervergütung gebilligt. Der Bundestag hatte das Gesetz bereits im Mai beschlossen. „Bund und Länder hatten sich im Vorfeld auf diesen Gesetzentwurf verständigt. An diesem Kompromiss wurde nicht mehr gerüttelt. Es ist

11.06.2019 07:10 Marja-Liisa Völlers zu Ganztagsbetreuung
Ziel bleibt Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter bis 2025 Im Rahmen der Kultusministerkonferenz haben die Länder heute aktuelle Kostenberechnungen über den geplanten Rechtsanspruch für Grundschulkinder auf einen Ganztagsplatz vorgestellt. Demnach reichen die vom Bund zugesagten zwei Milliarden Euro nicht aus. Die SPD-Bundestagsfraktion hält am Ausbau des Ganztags fest, um die Länder bei der Realisierung des

Ein Service von info.websozis.de