Ärztekonferenz der SPD Rhein-Lahn in St. Goarshausen:

Veröffentlicht am 28.04.2019 in Pressemitteilung

Spannende Diskussion mit dem Präsidenten der Landesärztekammer Dr. Günther Matheis über die Zukunft der ärztlichen Versorgung auf dem Land

„Erhöht die Anzahl der Medizin- Studienplätze“, so lautet der Appell von Dr. Matheis an die Politik. Die Situation ist ernst: Laut Landrat Frank Puchtler werden die Hausärzte im Rhein-Lahn-Kreis durchschnittlich immer älter. Im April 2019 sind ca. 45% der Hausärzte 60 Jahre alt oder älter. Für die Zukunft stellt das die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum vor große Herausforderungen. Auf Einladung des SPD-Kreisvorsitzenden Mike Weiland besuchte nun der Präsident der Landesärztekammer Dr. Günther Matheis den Rhein-Lahn-Kreis und referierte zu diesem Thema, das auch in vielen anderen Teilen von Rheinland-Pfalz diskutiert wird. Neben Ärztinnen und Ärzten nahmen auch Landrat Frank Puchtler, Bürgermeister der VG Diez Michael Schnatz, SPD-Kreisvorsitzender Mike Weiland, sowie Theresa Lambrich und Marco Jost vom SPD-Gemeindeverband Loreley an der Konferenz teil.

„Das Thema ärztliche Versorgung steht für die SPD in der Verbandsgemeinde Loreley, aber auch im Rhein-Lahn-Kreis schon lange auf der Tagesordnung“, betonte SPD-Kreisvorsitzender Mike Weiland. Auf Antrag der SPD-Kreistagsfraktion hat der Kreis hier bereits Vorbildliches zum Werben neuer und auch junger Ärzte auf den Weg gebracht: unter anderem ein Stipendienprogramm für Medizinstudenten, die sich nach dem Studium im Rhein-Lahn-Kreis niederlassen wollen, einen Weiterbildungsverbund, ein Mentoren-Programm, eine Plattform und ein Netzwerk zum fachlichen Austausch, ein Service-Angebot für junge Ärzte u. a. bei der Vermittlung von Wohnraum, Kitas etc. eine enge Verzahnung der Förderungen der Kassenärztlichen Vereinigung und beispielsweise die Kreisgesundheitskonferenz mit festen Teilnehmern aus Krankenhäusern, Ärzteschaft, Politik, Kassenärztlicher Vereinigung, Gesundheitsministerium usw. wurde ins Leben gereufen. Eine eigene Plakatkampagne, die Bürgerinnen und Bürger zur Zusammenarbeit aufruft, wurde darüber hinaus von der SPD selbst durchgeführt. „Wir verzeichnen jetzt erste Erfolge. Aktuell haben wir zwei Ärzte in Aussicht, die sich beispielsweise in der Verbandsgemeinde Loreley engagieren möchten. Der Rhein-Lahn-Kreis und das Obere Mittelrheintal sind sehr wohl auch für junge Ärztinnen und Ärzte attraktiv “, so Mike Weiland. Doch nun gilt es, Lösungen mit der Kassenärztlichen Vereinigung zu suchen, nach deren Statistik der Mittelbereich St. Goarshausen überversorgt sei. Das verstehe im gesamten Kreis doch kein Mensch, der immer weitere Wege zum Hausarzt in Kauf nehmen müsse, geschweige denn Probleme habe, überhaupt einen neuen Hausarzt zu finden, der ihn noch aufnehme, wenn eine frühere Praxis geschlossen worden sei, zeigt sich Weiland auch verärgert. „Da gelingt es der ehrenamtlichen Politik Hausärzte in den Rhein-Lahn-Kreis zu locken und sie für den ländlichen Raum zu interessieren, da rennen Ärzte und Politik gemeinsam an behördlicher Stelle gegen eine Wand“, so der SPD-Kreisvorsitzende. Hier gelte es in weiteren Gesprächen Lösungen zu finden, damit die ländliche Region nicht abgehängt werde.

Auch Landrat Frank Puchtler spricht von einer großen Herausforderung, die generationsübergreifend ernstgenommen werden muss. Die Thematik der ärztlichen Versorgung auf dem Land ist nicht nur eine des Gesundheitswesens, auch für die Demographie ist die Verfügbarkeit medizinischer Kompetenzen von großer Bedeutung. „Mangelnde Gesundheitsversorgung darf nicht zur Landflucht führen“, so Landrat Puchtler. Unter seiner Führung organisierte der Rhein-Lahn-Kreis eine Gesundheitskonferenz mit allen Vertretern des Gesundheitswesens und richtete konkrete Forderungen an die Bundespolitik. Darunter auch die Forderung nach mehr Flexibilität bei Beschäftigungen.

Doch die Ärztekonferenz richtete das Augenmerk auch auf mögliche Ursachen des Ärztemangels. In seinem Vortrag berichtete Dr. Matheis von einer Reduzierung von Medizinstudienplätzen im Jahr 2001. Die vormals 17 000 Plätze wurden auf 10 000 gesenkt. Schon 2002 gab es daraufhin erste Nachwuchssorgen. Laut Dr. Matheis muss dies dringend wieder rückgängig gemacht werden. Er fordert eine massive Erhöhung der Medizinstudienplätze. Auch eine Fachkräftezuwanderung aus dem EU-Ausland oder Drittstaaten könne langfristig keine Lösung sein.

Darüber hinaus schlägt er vor, Häuser der medizinischen Grund- und Regelversorgung in Medizinzentren umzuwandeln. Hierzu müssen seitens des Gesetzgebers die Richtlinien angepasst werden. Zudem muss die Arbeitsweise der aktuellen Generation bei der Zukunftsplanung der ärztlichen Versorgung berücksichtigt werden. Junge Ärzte möchten häufiger als früher in Teilzeit arbeiten. Auch Einzelpraxen scheinen kein Modell der Zukunft zu sein und immer mehr abzunehmen.

Im Anschluss der Gastreden folgte eine spannende Diskussion mit reger Beteiligung unter der Leitung von Marco Jost vom SPD-Gemeindeverband Loreley. SPD- Kreisvorsitzender Mike Weiland zeigte sich am Schluss der Veranstaltung erfreut über die informationsreichen Vorträge und die konstruktiven Diskussionen.  „Die hausärztliche Versorgung sichern- auch hier war die SPD bisher die treibende und taktgebende Kraft im Kreis. Dies werden wir auch in Zukunft sein!“, so Mike Weiland abschließend.

 

Herzlich Willkommen!

Liebe Bürgerinnen und Bürger,            

wir freuen uns, dass Sie auch im Internet den Weg zu uns gefunden haben und sich Zeit nehmen, sich über unsere erfolgreiche Arbeit zu informieren.

Aus erster Hand erhalten Sie einen Einblick in aktuelle kommunale Themen der Kreispolitik sowie unsere Ideen zur erfolgreichen Weiterentwicklung unserer schönen Heimat mit den beiden UNESCO-Welterben "Limes" und "Oberes Mittelrheintal".

Über unser Informationsangebot hier im Internet hinaus finden Sie mit unserer Pressearbeit sowie im Sozialen Netzwerk Facebook unter "SPD Rhein-Lahn" weitere Möglichkeiten, sich einen Überblick über unsere Arbeit zu verschaffen.

Selbstverständlich können Sie auch jederzeit mit uns in den persönlichen Dialog treten. Schreiben Sie uns eine Mail, sprechen Sie uns an - machen Sie einfach bei uns mit!

SPD Rhein-Lahn - das steht für zukunftsorientierte und innovative Kommunalpolitik zum Wohle und gemeinsam mit den Menschen in unserem Kreis. Wir möchten mit Ihnen Politik gestalten und mit Ihren guten Ideen Neues anstoßen. Wir freuen uns über Ihre Anregungen!

Seien auch Sie dabei, lassen Sie uns die Zukunft gemeinsam gestalten! Und nun viel Vergnügen beim Blättern in unseren Seiten.

Ihr

Mike Weiland

Vorsitzender der SPD Rhein-Lahn

Nachrichten

10.11.2019 20:26 Die Grundrente kommt!
Frauen und Männer, die nur wenig Rente haben trotz eines langen Arbeitslebens, werden künftig spürbar mehr in der Tasche haben. Die Grundrente kommt! Auf die Einzelheiten haben sich heute die Spitzen der Großen Koalition geeinigt. Die kommissarische SPD-Vorsitzende Malu Dreyer lobt den Kompromiss als „sozialpolitischen Meilenstein“. weiterlesen auf https://www.spd.de/aktuelles/grundrente/

10.11.2019 17:18 Die Grundrente kommt!
„Eine Grundrente, die ihren Namen verdient, steht“, freut sich SPD-Fraktionsvizin Katja Mast nach der Einigung der Koalition. Die Lebensleistung der Menschen steht im Mittelpunkt. „Der Knoten ist geplatzt – das ist gut. Wir haben immer gesagt, dass die Lebensleistung der Menschen im Mittelpunkt stehen muss. Ich bin unserem Verhandlungs-Team rund um Arbeitsminister Hubertus Heil und

09.11.2019 11:26 „Die Ideale der Friedlichen Revolution bestehen fort“
Vor 30 Jahren wurde die ganze Welt Zeuge, wie mutige Frauen und Männer die Berliner Mauer überwanden. Mauern fallen, wenn Menschen sich friedfertig und mutig versammeln, um Unrecht und Willkür zu überwinden. Mauern fallen, wenn Menschen allen Mut aufbringen, um in einer freien und gerechten Gesellschaft zu leben. Unsere freie Gesellschaft, die vor 30 Jahren

06.11.2019 17:12 Was die SPD in der Regierung geschafft hat
Bestandsaufnahme zur Halbzeit der Wahlperiode Zwei Drittel der SPD-Mitglieder haben vor zwei Jahren entschieden, dass wir in der Regierung wichtige sozialdemokratische Ziele umsetzen sollen. Und sie haben uns beauftragt, in der Mitte der Wahlperiode die Leistung der Koalition zu überprüfen. Grundlage dafür ist die Bestandsaufnahme der Bundesregierung. Eine Bewertung nimmt dann der Parteitag im Dezember

05.11.2019 17:23 Auch neue Gentechniken und ihre Produkte müssen sicherheitsüberprüft und gekennzeichnet werden
Carsten Träger, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, äußert sich zur heutigen Gentechnik-Anhörung im Ernährungsausschuss. „Bei neuen Gentechniken wie CRISPR/Cas haben wir durch das Urteil des Europäischen Gerichtshof aus 2018 eine glasklare Rechtslage, die keine Wünsche offenlässt. Experten haben dies in der heutigen Anhörung erneut bestätigt. Wir brauchen keine Novelle der geltenden EU-Freisetzungsregelung für genveränderte Pflanzen. Die Vermeidung

Ein Service von info.websozis.de