SPD-Loreley aktiv für die Alternativtrasse

Veröffentlicht am 11.12.2017 in Energie und Umwelt

Der SPD-Gemeindeverband Loreley informierte sich vor Ort bei Willi Pusch über den Sachstand zum Thema Bahnlärm.

Zum Informations- und Erfahrungsaustausch zu Bahnlärm und Alternativtrasse traf sich die SPD-Loreley unter Leitung der SPD-Vorsitzenden Theresa Lambrich. Sie konnte auch Willi Pusch als Vertreter der Bürgerinitiative begrüßen.

Pusch konnte berichten, dass 40.000 der 60.000 Schienengüterwagen der Deutschen Bahn bis zum Jahresende auf leise Sohlen umgerüstet sein werden. Es besteht gute Hoffnung, dass bis Ende 2020 nur noch Güterwagen mit den Flüsterbremsen im Einsatz sein werden. Das Programm "Leises Mittelrheintal" ist mit gut 70 Millionen Euro finanziert und es befindet sich in der Umsetzung. Auf Nachfrage erfuhren die SPD-Vertreter, dass Geländerausfachungen, Schwingungsabsorber an den Schienen, Schienenschmierungen und weitere Lärmschutzwände umgesetzt bzw. vorgesehen sind. Auch werden Erfahrungen mit besonderen Schwellen und Unterschottermatten gesammelt.

"Wenn alle Maßnahmen umgesetzt sind, wird mit einer Verringerung des Lärms um ca. 20 dB(A) gerechnet." erklärte Willi Pusch. "Es werden dann auch Lärm-Nachmessungen erfolgen und ggf. weitere Schallschutzfenster durch die DB finanziert werden."

Die Beteiligten würdigten die Verbesserungen, die in Gang gekommen sind, waren sich aber einig, dass eine Alternativtrasse für den Schienengüterverkehr dringend erforderlich ist, um den steigenden Schienengüterverkehr bewältigen zu können. Die Alternativtrasse muss als vordringlichen Bedarf im Bundesverkehrswegeplan ausgewiesen werden. Das muss die neue Bundesregierung leisten.

Im Brief nach Berlin formuliert die SPD-Loreley:

"Der Lärm und die Erschütterungen durch den Schienengüterverkehr hier im Welterbe Oberes Mittelrheintal beeinträchtigen Leib und Leben der Anwohner*innen, verursachen die Abwanderungen von Bürger*innen und Gewerbe, reduzieren den Wert von Immobilien und Grundstücken, bremsen mögliche Zuzüge und verringern die Aufenthaltsdauer von Tourist*innen.

Um diese gravierenden Störelemente aus dem Mittelrheintal zu entfernen, wird die Bundesregierung aufgefordert, schnellstens mit der Planung einer Alternativtrasse für den Schienengüterverkehr zu beginnen.

Desweiteren sind ohne Verzug alle technischen und organisatorischen Möglichkeiten am rollenden Material und am Gleisbett zu ergreifen und durchzuführen, damit der Lärm und die Erschütterungen deutlich reduziert werden.

Die Alternativtrasse für den Schienengüterverkehr, angedacht von Mainz nach Bonn als mögliche Tunnellösung, ist wichtig, um das Mittelrheintal mit seinem Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal zu entlasten und um eine Streckenverbindung zu haben, die den heutigen Anforderungen entspricht. Die alte Streckenführung mit den vielen Kurven entlang des Rheins, mit ihrer Störanfälligkeit durch Hangrutsche und Felsabstürze, mit der Durchfahrung von Rheindörfern und -städten kann die erhöhten Lasten, die Verlängerung der Güterzüge und die erhöhten Geschwindigkeiten nicht länger dauerhaft verkraften."

 

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